Auslegungsreife festgestellt, Antragsunterlagen online verfügbar

Düsseldorf Airport, Flughafen, NRW, Nordrhein-Westfalen

Auslegungsreife festgestellt, Antragsunterlagen online verfügbar

Der Antrag des Düsseldorfer Airports auf Planfeststellung zur Kapazitätserweiterung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung ist mit umfangreichen Fakten untermauert. Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (Planfeststellungsbehörde) hat in Abstimmung mit der zuständigen Anhörungsbehörde, der Bezirksregierung Düsseldorf, im April die Antragsunterlagen als auslegungsreif bewertet.

Auslegungsfrist: Die Antragsunterlagen werden vom voraussichtlich vom 25.05.2016 bis einschließlich 24.06.2016 in den Gemeinden öffentlich ausgelegt. Der Auslegungszeitraum kann allerdings von Gemeinde zu Gemeinde variieren.
Einwendungsfrist: Einwendungen können bis zwei Wochen nach Ende der Auslegung erhoben werden. Es gilt das Datum des Poststempels.

Damit sich alle Interessierten bereits vor Beginn der öffentlichen Auslegung mit dem Vorhaben des Airports und den Gutachten beschäftigen können, hat der Flughafen sämtliche Dokumente vorab unter www.dus-fuer-die-region.de veröffentlicht.

Hintergrund

In unserer mobilen Gesellschaft fliegen immer mehr Menschen. Egal ob es in den Urlaub, auf eine Bildungsreise oder zu einem Geschäftstermin mit Kunden und Partnern im Ausland gehen soll, die Nachfrage nach Flügen und Zielen steigt seit Jahren stetig. Die in Düsseldorf operierenden Fluggesellschaften versuchen, dieses steigende Mobilitätsbedürfnis zu befriedigen. Dabei stoßen sie aber bereits heute an die genehmigungsrechtlichen Grenzen. Darum möchte NRWs größter Airport zukünftig sein vorhandenes Start- und Landebahnsystem in den Tagesstunden nachfrageorientierter und flexibler nutzen können. Der Antrag sieht vor, in den Spitzenstunden über Tage die technisch mögliche Kapazität des Start- und Landebahnsystems zu nutzen und zukünftig 60 anstatt der aktuell möglichen 47 Slots zur Verfügung zu stellen. Mit acht zusätzlichen Abstellpositionen auf dem Flughafengelände soll die Infrastruktur des Airports der erwarteten Verkehrsentwicklung angepasst werden. Alle notwendigen baulichen Maßnahmen erfolgen innerhalb des bestehenden Flughafengeländes.

Der Airport hat bei seinen Plänen aber nicht nur das Bedürfnis der Menschen nach Mobilität sowie die Erfordernisse der hiesigen Wirtschaft im Blick, sondern auch das verständliche Interesse der Nachbarn an Lärmschutz. Eine Änderung der bestehenden Nachtflugregelung ist daher nicht Gegenstand des Antrags. Auch der Angerlandvergleich, eine seit über 50 Jahren bestehende Vereinbarung mit Nachbargemeinden, bleibt gewahrt. Zusammen mit den Airlines hat der Airport seit 2003 bereits rund 71 Millionen Euro in passive Schallschutzmaßnahmen in der Nachbarschaft investiert. Weitere 20 Millionen Euro würden bei einer entsprechenden Erteilung der neuen Genehmigung in den Anwohnerschutz und die Instandhaltung von Lärmschutzmaßnahmen folgen.

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